Schleifen von Eisschnellaufschienen

Jeder Eisschnelläufer schleift seine Schlittschuhe selber. Eisschnellaufschienen besitzen keinen Hohlschliff wie sie bei Eishockey- und Kunstlaufschienen üblich sind. Außerdem sind Eisschnellaufschienen schmaler.

Links ein Hohlschliff z.B. bei einer Eishockeyschiene. Rechts dazu im Vergleich eine Eisschnellaufschiene.

Eisschnellaufschienen werden von Hand geschliffen. Der Schliff muß jedoch genau im rechten Winkel zur Schiene erfolgen. Deshalb ist ein Präzision- Schleifbock oder Schleiftisch nötig. Bei diesen sind

Beim Eisschnellauf gibt es unterschiedliche Disziplinen.

- Short-Track auf dem Hockeyfeld oder der Kurzbahn

- Eisschnellauf auf der 400m Eisbahn

- Langstreckenlauf auf Natureisbahnen

Jede Disziplin hat ihre Besonderheiten im Schuh und in der Schiene. Das mus beim Schleifen auch berücksichtige werden. Da natürlich auch jeder Läufe ein Individualist ist bedeutet das auch das jeder seine kleinen Geheimnisse hat. So können wir hier nur einige grundsätzlich Tipps beim Schleifen geben. Den eigenen Stiel muß man selber erarbeiten. Aber die Grundregeln gelten für alle.

Short-Track wird auf dem Hockeyfeld oder der Kurtzbahn gelaufen. Deshalb wird die Schiene dem engen Kurvenradius abgepaßt. Sie ist nicht ganz grade sondern leicht nach innen gebogen. Diese Biegung wird auch als Banane bezeichnet. Zum Schleifen eignet sich nur ein Schleifbock. Der Schleiftisch wird bei graden Schienen eigesetzt. Auch die Laufflaeche der Schiene ist nicht gerade sondern besitzt eine Kurve. Das bedeutet das die Schiene nur auf einigen wenigen Zentimeter das Eis direkt berührt. Bei Short - Track Schienen ist der Radius der Rundung kleiner und somit auch Auflage kürzer.

Eisschnellauf wird auf der 400m Eisbahn gelaufen. Zum Schleifen eignet sowohl ein Schleifbock wie auch ein Schleiftisch. Der Radius ist größer wie beim Short-Track. Ein Standardwert sind ca. 2-3cm Auflage.

Beim Schleifen selber gilt 'Ein bißchen weniger ist meist besser'. Die Schiene sollte also sehr scharf sein. Deshalb wird auch bei Wettkämpfen vor jedem Lauf geschliffen. Zum Schleifen gibt es verschiedene Schleifsteine. Auch Schleifutensielien mit Schleifpapier kommen immer wieder auf dem Markt. Das wichtigste und erste Werkzeug ist jedoch ein Bankstein mit einer groben und einer feineren Seite. Die grobe Seite wird je nach Abnutzung des Schliffes 3-4 mal eingesetzt. Wird zu viel oder zu oft mit der groben Seite geschliffen kann man den Gundschliff verstören. Das bedeutet das der Kurveradius der Schiene vergrößert oder verkleinert wird. Noch schlimmer ist es jedoch wenn eine Beule in die Schiene geschliffen wird und es zwei Kontaktpunkte in der Schiene gibt.

Es gibt auch prezisions Schleifmaschienen. Diese werden aber nur für den Erstschliff oder um verschliffene Schienen neu einzurichten verwendet. Den letzten Schiff erhalten die Schlittschuhe dann wiederauf dem eigenen Schleifbock.

Ob eine Schiene gut geschliffen ist wird normalerweise mit dem Fingernagel geprüft. Man schneidet etwas von der Oberflaeche des Fingernagels mit der Schienen herunter.

 

 

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Zuletzt geändert am: 19. Mai 2001